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Ein Fachwerkhaus ohne Schaden dämmen

Ein altes Fachwerkhaus hat nicht nur Charme und Ausstrahlung, sondern kann als Kulturdenkmal einen bleibenden Wert darstellen. Die Romantik des Altbaus hat aber auch ihre Schattenseiten, besonders in der kühlen Jahreszeit. Die bis zu dreihundert Jahre alten Gebäude aus Eichengefachen, die mit Lehm, Ziegeln oder Bimsstein ausgefüllt sind, verfügen über keine oder eine mangelhafte Isolierung gegen Kälte.

Nachträgliche Dämmung - aber wie macht man sie richtig?

Auch die gesetzlichen Anforderungen der Energieseinspar-Verordnung lassen sich bei Fachwerkhäusern nur sehr eingeschränkt erfüllen. Eine nachträgliche Wärmedämmung kann zwar auch eine Menge Energie einsparen, doch wirft sie eine Menge Fragen auf. Denn die alten Schätzchen haben ihre Eigenheiten, mit denen sie empfindlich auf die falsche Materialauswahl reagieren. Bei einer zu gründlichen Dämmung ohne Luftaustausch kann mehr zerstört als restauriert werden. Im Vergleich zu einer stark gedämmten Eigentumswohnung mit einer Beton- und Stahlkonstruktion, die eine luftdichte Isolierung vertragen kann, atmet ein altes Gebäude. Jahrhunderte alte Eichenbalken benötigen weiterhin Luftaustausch, um nicht zu faulen oder irgendwann weich wie ein Schwamm zu werden. Risse, Setzungsschäden und unsichtbare Schäden erschweren die optimale Dämmung. Eine Isolierung erfordert ein individuelles Konzept, abgestimmt auf den Zustand der vorhandenen Bausubstanz. Bei der Begutachtung des Ist-Zustandes sollte auch ein Statiker hinzugezogen werden, um eine potentielle zusätzliche Belastung der vorhandenen Konstruktion durch die Dämmmaterialien richtig abzufangen. Die Statik darf durch die Isolierung nicht zum Nachteil verändert werden.

Innen- oder Außendämmung: Sie haben die Wahl

Eine Wärmedämmung ist bei Fachwerkhäusern grundsätzlich von innen oder von außen möglich. Wenn das Fachwerk sichtbar bleiben soll, ist die Innenisolierung die Methode der Wahl. Eine sorgfältige Restaurierung der Fassade kann dabei bereits ein guter Ausgangspunkt sein. Die Behandlung der Außenbalken und Ersatz alter, poröser Materialien in den Gefachen durch zweckmäßige, dichte Materialien sind der erste Ansatz. Im Innenbereich kann man durch natürliche Dämmstoffe wie Hanf- oder Holzfaserplatten eine Optimierung der Wärmeisolierung erzielen. Ein Innenverputz durch Lehm entspricht dem Charakter der alten Gebäude. Wichtig ist, dass die Dämmstoffe feuchtigkeits- und dampfdurchlässig sind, damit das alte Holz atmen und arbeiten kann.

Grundsätzlich ist bei einer nachträglichen Wärmedämmung von Fachwerkhäusern zu berücksichtigen, dass sich die Kondensation in den Räumen verändert. Werden die Materialien nicht richtig gewählt, so kann es zu Kondenswasser an den Wänden kommen und in der Folge zu Schimmelbildung, Pilz, Schwamm oder ähnlichen dauerhaften Schäden. Darüber hinaus wird durch eine Innenisolierung die Wohn- und Nutzfläche verringert. Ein möglicherweise ohnehin schon kleines Häuschen wird dann noch etwas enger. Ein besonderes Problem stellen im übrigen die Kältebrücken an Fenstern und Türen dar. Bei einer Wärmedämmung von innen müssen möglicherweise Fensterbacken aus Holz verbreitert und mit geeigneten Materialien speziell isoliert werden. Die Produktion von Hanfplatten ist mittlerweile sogar industriell möglich. Neben bekannten Anbietern wie Thermo Hanf der Firma Hock GmbH & Co. KG gibt es mit der Firma Valentin Holzwerke GmbH & Co. KG einen Großanbieter, wo diese Materialien preiswert zu beziehen sind. Holzfaserplatten sind in jedem Baumarkt erhältlich.

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