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Grillspaß als Gefahrenquelle

Als Infodienst "rund um Haus und Garten" sehen wir es auch als unsere Verpflichtung an, unsere User auf erhebliche Gefahren hinzuweisen, die sowohl beim Grillen mit Holzkohle, als auch beim Grillen mit Flüssiggas und Lavasteinen entstehen können. In erster Linie geht es um Brandverletzungen - und wir haben lange überlegt, ob wir Ihnen das entstellte Gesicht eines kleinen Mädchens zeigen sollen, das durch Verpuffung an einem Grill schwere Brandwunden davon getragen hatte.

Grillen an sich ist ungefährlich, wenn man die richtigen Geräte hat und das richtige Zubehör und wenn man nicht leichtsinnig wird. Zunächst einmal sollten nur Geräte gekauft werden, die das GS-Prüfsiegel tragen. Das gilt sowohl für Holzkohle- als auch für Gasgrills. Im eigenen Interesse sollte man auch nicht Billigprodukte auf der Terrasse aufstellen, die nur über eine eingeschränkte Standfestigkeit verfügen.

Die größte Gefahrenquelle sind explosionsartige Verpuffungen, die bei beiden Grilltypen auftreten können. Gasgrills sind mit einer Piezo-Zündung ausgestattet. Wenn das Gas nicht entflammt, darf man - je nach Gebrauchsanleitung - ein- oder maximal zweimal "nachzünden". Bei jedem vergeblichen Zündvorgang kann Gas ausgetreten sein. Zündet man dann zum viertenmal (oder "wie ein Wilder" kurz nacheinander fünf oder gar zehnmal), kann sich über dem Grill ein Gasgemisch angesammelt haben, dass in dem Moment explodiert, in dem ein Zündvorgang dann doch gelingt (oder sich Onkel Fritz mit einer Zigarette dem Grill nähert, um seinen "fachmännischen" rat zu erteilen). Nach maximal drei Zündversuchen schreiben deshalb die Hersteller eine fünfminütige Wartezeit vor, bevor man einen Neustart versuchen darf.

Der leichtfertige und nicht zu verantwortende Umgang mit unzulässigen Anzündhilfen führt bei Kohlegrills zu Verpuffungen. Spiritus, Waschbenzin oder andere ungeeignete Anzündhilfen werden leider immer wieder von leichtsinnigen Zeitgenossen eingesetzt. Durch Verdunstung dieser Brennstoffe entsteht ein hochexplosives Luftgemisch, das beim Anzünden explodieren kann - und die Flasche mit dem Spiritus geht gleich noch mit hoch. Leider weisen die Hersteller von Grills und Holzkohle nur unzureichend oder "versteckt" auf diese Gefahrenquelle hin.

Auch die pastösen Anzündhilfen können bei hohen Außentemperaturen gefährlich werden, sofern es sich um alkoholhaltige Gels handelt. Diese können sich so sehr verflüssigen, dass der selbe Effekt eintritt, wie beim Umgang mit brennbaren Flüsigkeiten.

Wir geben unseren Usern den Rat, beim Kauf von Anzündhilfen immer auf das DIN-Zeichen mit der DIN-Nummer 663358 zu achten. Solche Anzündhilfen sind ungefährlich, wenn sie auch möglicherweise ihre Wirkung langsamer entfalten. Ihre Gesundheit und die ihrer Kinder und Gäste sollte es aber wert sein, fünf Minuten länger auf Steaks und Würstchen zu warten.

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