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Die Maison Kammerzell:
Zeuge europäischer Geschichte

Fachwerkhaus in Straßburg

Im Herzen Europas liegt Straßburg. Eines der schönsten Häuser Straßburgs ist das Kammer­zellhüs, oder auf Hochdeutsch "Haus Kammer­zell". Als Teil der historischen Altstadt gehört es seit 1988 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Das Haus am Münsterplatz wurde 1427 erbaut und diente von Beginn an weltlichen Zwecken. Es war immer im Besitz von Händlern, die das Erscheinungsbild des Hauses unterschiedlich beeinflussten. Benannt ist es nach dem Gemischtwarenhändler Phillipe-François Kammerzell, dem das Haus zu Beginn des 19. Jahrhunderts gehörte.

Auf den ersten Blick sieht man natürlich die reich verzierte Schnitz­fassade. Diese erhielt das spätgotische Haus jedoch erst in der Renais­sance. Der Käsehändler Martin Braun ließ 1589 das Fachwerk mit figürlichen Darstellungen von Musikanten und Ornamenten verzieren. Die mit Butzenscheiben besetzten Fenster verleihen dem Haus auch heute noch einen urigen, mittelalterlichen Charme.

Im Inneren des Hauses hat der Elsässer Künstler Léo Schnug seine Spuren hinter­lassen. Von 1903 bis 1905 verzierte er das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss mit allerlei Fresken. Der Saal im Erdgeschoss, in dem sich seine Fresken über das gesamte Deckengewölbe erstrecken, wurde nach dem Künstler benannt. Die Winzer­stube im Saal Léo Schnug gilt als Straßburgs schönste "Winstub", wie es im elsässischen Dialekt heißt. Auf einer Wandmalerei im dritten Obergeschoss werden sämtliche ehemaligen Besitzer der Kammerzellhüs aufgelistet.

Heute beherbergt das Haus das Restaurant und Hotel "Maison Kammerzell". Übersetzt bedeutet das nichts anderes als "Haus Kammerzell". Von Entenstopfleber und Schnecken Elsässer Art bis hin zu verschiedenen Sauerkrautspezialitäten zeigen sich die französischen und deutschen Einflüsse auf die traditionelle Küche. Elsässer Flammkuchen sucht man auf der Karte des Restaurants allerdings vergeblich.

Zu den neun Zimmern des Hotels im Dachgeschoss führt einen steinerne Wendel­treppe. Auf modernen Komfort muss man unter dem alten Gebälk aber nicht verzichten. Sämtliche Zimmer haben ein eigenes Bad und sind mit neuzeitlichen Standards wie Fernseher und WIFI ausgestattet.

Foto: Julia Großkopf

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