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Weitere Beiträge finden Sie in folgender Rubrik: Erfahrungsberichte von Fachwerkhaus-Bauherren

Zwei beherzte Frauen und ihre Totalsanierung eines dreigeschossigen traufständigen Fachwerkhauses


(Wenn Sie sofort zur Foto-Dokumentation gelangen wollen, so klicken Sie bitte hier.)

Hier Download als PDF-Datei, ca. 2,8 MB

Das Fachwerkhaus aus Schöningen, dessen Sanierung wir Ihnen hier vorstellen, stammt aus dem Jahre 1769. Seine Architektur ist etwas eigenwillig, denn das dreigeschossige Gebäude verfügt über einen Dacherker (ein sog. Zwerchhaus mit eigenem Dach quer zum Hauptfirst) und eine Traufseite, die Wind und Wetter ausgesetzt ist. Das schon 1950 vom Einsturz bedrohte Haus, damals mit Stahlträgern stabilisiert, stand zum Schluß vier Jahre leer und drohte, vollends zu verfallen.

Da faßten sich zwei Frauen ein Herz und beschlossen, die Fast-Ruine zu kaufen und fachwerkgerecht zu sanieren. Das ging nicht ohne ständige Verbindung mit dem Denkmalschutz, denn das Haus stand in der Schöninger Denkmalliste. Vor allem ging es aber auch nicht ohne Idealismus und erhebliches persönliches Engagement, wobei es der Zufall wollte, daß der Bruder einer der beiden Hausbesitzerinnen Bauingenieur ist und - wenn auch aus einer Distanz von 200 km - wichtige Hilfestellung leisten konnte. Die andere Hilfestellung kam von den Handwerksbetrieben aus Stadt und Region und vom Landkreis Helmstedt, der die statischen Berechnungen beisteuerte.

Den Bauherrinnen Gertrud Böttger-Bolte und Elke Stern lag dabei besonders am Herzen, anderen Hausbesitzern auf der ehemals geschlossenen Fachwerkstraße "Klosterfreiheit" ein Beispiel zu geben, wie man historische Häuser sanieren und damit seine Heimatstadt verschönern kann. Denn das ehemalige geschlossene Fachwerk-Ensemble ist, wie es Bauingenieur Hans Böttger treffend formulierte, "durch Fassadenverkleidungen weitgehend verschandelt worden."

Wie schauerlich solche Verkleidungen aussehen, können Sie, liebe User, nachvollziehen, wenn Sie in der Fotodokumentation die Traufseite des Hauses mit den alten Asbestplatten mit den neuen, aber historisch nachempfundenen Braunschweiger Krempziegeln vergleichen.

Schon in der Vorplanung stellte sich die Frage, wie eine weitgehend denkmalgerechte Sanierung mit den finanziellen Möglichkeiten der Bauherrinnen in Einklang zu bringen war. Eine historisch völlig korrekte Sanierung hätte bedeutet, das Gebäude ganz abzutragen, alle Bauteile zu lagern, die nicht mehr verwendbaren um neue Bauteile ergänzen und dann das Haus neu aufbauen zu müssen. Das war unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht machbar. So wurde denn das Erdgeschoss im Mauerwerk unterfangen und Stahlbetonfundamente eingebaut. Auch mußten einige Stahlteile im Fachwerkbau verwendet werden, um eine Gesamtaussteifung sicherzustellen. Auch die Verwendung von Leichtbetonsteinen statt historischer Baumaterialien ist vertretbar - zumal unter dem Aspekt, die Anforderungen der Wärmeschutzverordnung zu erfüllen.

Nicht alles, was an modernen Baustoffen und -elementen hätte eingebaut werden können, wurde auch ausgeführt. Statt einer Stahlbetondecke wurden Holzdecken eingebaut. Die Materialien aus landwirtschaftlichen Gebäuden, die zum Gesamtensemble gehörten, aber wegen Baufälligkeit abgerissen werden mußten, wurden weitgehendst wiederverwendet. Die Natursteine aus Elmkalk wurden für den neuen Anbau sowie für die Gartengestaltung verwandt. Gerade dieser Garten mit seinen Mauern aus Elmkalksteinen und den darin eingearbeiteten landwirtschaftlichen Geräten wertet die Sanierung erheblich auf. Und eine kleine Nachbesserung der historischen Tatsachen haben sich die Bauherrinnen auch erlaubt. Eine Inschrift, wie historisch vielerorts üblich, war nicht vorhanden. Nun ist sie aber da. Die eine ist "bibelfest" und die andere hintergründig:

"n' betten scheif hat Gott leiw",

was als Segensspruch allen dienen möge, die ein Fachwerkhaus instandsetzen:

Ein bißchen schief, das sieht der Herrgott gerne!

Die Liste der denkmalbedingten Erhaltungsmaßnahmen umfaßt sechzehn Punkte:

  1. Erhaltung des Natursteinsockels zwischen Haupthaus und Zwerchhaus im 1. OG
  2. Sichtbare Balkenköpfe (alter Dachstuhl) im 1. OG
  3. Sichtbare freie Balkonkonstruktion (altes Balkenmaterial) im 1. OG
  4. Weitgehende Erhaltung des alten Treppengeländers
  5. Rekonstruktion der Haustür
  6. Sichtbares Fachwerk im 2. OG
  7. Sichtbare Balken in den Decken
  8. Sichtbare Reste der Natursteinwand im EG
  9. Nach Entfernung der Betonplatten auf dem Hof Erhalt des alten Kopfpflasters und Verwendung der Natursteine als Zaunsockel und Mauer
  10. Verwendung der alten historischen Krempziegel im Dach des Anbaus
  11. Aufbewahrung des denkmalwürdigen Fensters und der Türen (leider teilweise durch Fahrlässigkeit zusätzlich beschädigt)
  12. Rekonstruktion der Fenster in Übereinstimmung mit Vorschlägen der Denkmalsbehörde
  13. Dacheindeckung von neuen Krempziegeln im Sinne der Denkmalpflege
  14. Wiederherstellung eines Ziegelbehanges mit Krempziegeln am Westgiebel. Vorschriftsmäßig Entsorgung der ehemals vorhandenen Asbestplatten
  15. Rekonstruktion der Fassade nach Abstimmung mit der Denkmalsbehörde
  16. Die Ausmauerung des Fachwerkes im 2. OG wurde aus dem Bestand mit alten vorhandenen Lehmziegeln vorgenommen. Die Schüttung der Holzdecke besteht ausschließlich aus altem, trockenen Lehmmaterial.
Die notwendigen Veränderungen waren

  1. Eine Erweiterung der vorhandenen Türöffnung im EG als einzige Veränderung der ursprünglichen Konzeption aus Gründen der Wohnraumnutzung
  2. Die Anhebung des Daches im nachträglich angebauten Vorbau im 1. OG war zum einen aus baulichen Gründen notwendig, zum anderen dadurch bedingt, daß der Raum nur eine Höhe von 1,70 m hatte und somit die gebotene Höhe eines Wohnraumes nicht erfüllte. Der dahinterliegende Raum besitzt kein eigenes Fenster und ist somit auf den Lichteinfall des Anbaus angewiesen, daher wird das gesamte Fachwerk des Anbaus verglast.

Fotodokumentation der Sanierung
Wir präsentieren Ihnen nun eine Fotodokumentation mit dutzenden Bildern und den ergänzenden Texten. Es kostet Sie sicherlich einige Mühe, das alles "aufzuscrollen" und anzusehen. Aber Sie werden viele Anregungen erhalten. Im übrigen können Sie unseren Beitrag als PDF-Datei downloaden.


vor der Renovierung

nach der Renovierung
vordere Hausansicht / Südansicht: vor und nach der Renovierung

alte Haustür

neue Haustür
alte und neue Haustür:
bei der Rekonstruktion wurden Teile der alten Haustür verwandt

Hausansicht mit Asbestverkleidung

Hausansicht mit Krempziegelverkleidung
Hausansicht mit Westgiebel: die Asbestverkleidung wurde durch Braunschweiger Krempziegel in den vorherigen Zustand zurückversetzt.

vor der Renovierung

nach der Renovierung
Hausansicht von Osten: vor und nach der Renovierung

vor der Renovierung

nach der Renovierung
Nahaufnahme von der Südseite (Straßenseite):
vor und nach der Renovierung

neue Balkeninschrift
neue Balkeninschrift

Blick in den Hof gestern

Blick in den Hof heute
Blick vom 1. OG in den Innenhof mit den alten Stallanlagen gestern - heute Hof mit Gartenanlage (Pflasterung ausschließlich mit dem Elmkalkstein aus dem Abbruch)

Hof- bzw. Garteneingang gestern

Hof- bzw. Garteneingang heute
Hof- bzw. Garteneingang von der Klostergasse: gestern und heute

Stallabdeckung

Zwischenlagerung
Stallabdeckung und Zwischenlagerung der alten Krempziegel

Wiederverwendung der alten Krempziegel     
Wiederverwendung der alten Krempziegel am Nordgiebel, weitere Verwendung der Kremper als Mauerabschluß und zur Dacheindeckung der Garage.

Verglasung des Fachwerks - vorher

Verglasung des Fachwerks - nachher
Verglasung des Fachwerks auf der Hofseite

Anhebung der Raumhöhe

Anhebung der Raumhöhe mit neuer Balkenkonstruktion
Die Anhebung der Raumhöhe erforderte eine fast neue Balkenkonstruktion

Balkenkonstruktion wird sichtbar

hervorgehobene Balkenkonstruktion
Durch den Stallabriß wurde die alte Balkenkonstruktion der ehemaligen Außenwand des Zwerchhauses sichtbar und im Treppenhaus des Anbaus hervorgehoben.

Innenhof gestern

Innenhof heute
Der Innenhof - gestern und heute

Entkernung des Hauses

Ausmauerung der Gefache
Vollständige Entkernung des Hauses mit anschließender Ausmauerung der Gefache mit neuen Lehmbausteinen

Dachdecker- und Giebelarbeiten während der Bauphase

Fertiggestellte Dachdecker- und Giebelarbeiten
Dachdecker- und Giebelarbeiten während der Bauphase und nach der Fertigstellung

Diele im EG - vorher

Diele im EG mit Blick in die Küche - nachher
Diele im EG mit Blick in die Küche im EG. Durch die Hanglage bedingtes Gefälle wurde durch zusätzliche Stufen ausgeglichen.

Diele im EG - vorher

Diele im EG mit Blick in die Küche - nachher
Diele und Treppe vor und nach der Renovierung - Blick von Nord nach Süd (Hinter der alten Treppe der einzige Ausguß ohne Wasserleitung)

Diele im EG - vorher

Diele im EG - nachher
Diele und Treppe vor und nach der Renovierung - Blick von Süd nach Nord

Arbeiten in der Diele

Arbeiten in der Diele
Arbeiten in der Diele. Versetzung der Tür

Natursteinsockel

Küche im EG
Natursteinsockel unter Verwendung der vorhandenen Elmkalksteine aus dem Abriß als Unterbau der Küche im EG und des Anbaus (vorher Schweinestall)

Abriß der Esse

Küche im EG
Küche im EG, nach Abriß der Esse, Hervorhebung der ursprünglichen Natursteinwand

Natursteinsockel

Küche im EG
Ausbesserungsarbeiten an der Natursteinwand Außenansicht der Natursteinwand in der Klostergasse (übrige Flächen verputzt)

Küche EG - vor der Renovierung

Küche EG - nach der Renovierung
Küche EG - vor und nach der Renovierung in Richtung Hoftür

Wohnküche vor der Renovierung

Wohnküche vor der Renovierung
Ehemalige Wohnküche im Erdgeschoß - der Raum vor der Renovierung

Arbeitszimmer
Heutiges Arbeitszimmer

vorher Schlafzimmer

heute Wohnzimmer
Ehemaliges Schlafzimmer im Erdgeschoß vor der Renovierung - Heutiges Wohnzimmer nach der Renovierung

Trockenlegungsarbeiten

Wanddurchbruch
Im gesamten alten Mauerwerk erfolgten Trockenlegungsarbeiten / hier zukünftiges Wohnzimmer im EG - Unterfangungsarbeiten durch neue Mauern im EG (laut Zeitungsnotiz aus dem Jahr 1950 erfolgte bereits damals eine massive Untermauerung, um das Haus vor dem Einsturz zu bewahren) Die einzige größere Veränderung im Haus: Wanddurchbruch, anstelle einer Verbindungstür zwischen Arbeits- und Wohnzimmer

Flur 1. OG - vor der Renovierung

Flur 1. OG - nach der Renovierung
Ansicht Flur 1. OG - vor und nach der Renovierung. Hier sichtbar: der gerissene, stark abfallende Zementfußboden wurde durch einen Dielenfußboden ersetzt

Flur 1. OG - vor der Renovierung
Ausbesserungsarbeiten an einer erhaltenen Lehmwand

Flur 1. OG mit alter Treppenanlage - vor der Renovierung

Flur 1. OG mit alter Treppenanlage- nach der Renovierung
Ansicht Flur 1. OG - mit alter Treppenanlage ins 2. OG (vorher und nachher)

Raum hinter der Küche - vor der Renovierung

Raum hinter der Küche- nach der Renovierung
Raum hinter der Küche - vor und nach der Renovierung - heute Frühstücksraum. Durch die notwendige Dachanhebung werden die ehemaligen Balkenköpfe des Haupthauses sichtbar

Raum hinter der Küche - vor der Renovierung

Raum hinter der Küche - nach der Renovierung
Der gleiche Raum - nach der Renovierung mit verglastem Fachwerk, um genügend Tageslicht in die davor liegende Küche zu bekommen

Veranda = Frühstücksraum - vor der Renovierung

Veranda = Frühstücksraum - nach der Renovierung
Veranda = Frühstücksraum - die Fortsetzung des Daches vom Zwerchhaus in den Innenbereich, mit altem Krempziegeln gedeckt.

Sichtbarmachen alter Balken

Sichtbarmachen alter Balken
Sichtbarmachen alter Balken - auch als Lichteinfall für die Küche wichtig

alter Küchenraum ohne Fenster

alter Küchenraum ohne Fenster
Alter Küchenraum ohne Fenster mit späterer Balkenfreilegung

Küche während der Fertigstellung

Küche nach der Fertigstellung
Küche während und nach der Fertigstellung

Wohnzimmer 1.OG - während der Renovierung

Wohnzimmer 1.OG - nach der Renovierung

Wohnzimmer 1.OG - nach der Renovierung

Wohnzimmer 1.OG - während der Renovierung

Wohnzimmer 1.OG - während der Renovierung

Wohnzimmer 1.OG - nach der Renovierung
Wohnzimmer 1.OG (Raum mit ehemals starkem Gefälle): erhebliche Höhenunterschiede im Fußbodenbereich wurden weitgehend ausgeglichen durch Einzug neuer Holzeinschubdecken - vor, während und nach der Renovierung

Schlafzimmer im 1. OG - vor der Renovierung

Schlafzimmer im 1. OG - während der Renovierung

Schlafzimmer im 1. OG - nach der Renovierung
Vor, während und nach der Renovierung das Schlafzimmer im 1. OG des Zwerchhauses. Da die Raumhöhe von gut 2 m hier vorgegeben war, wurde auf die Zwischendecke zum Dach hin verzichtet. Ebenso beim Anbau, da dort die gleiche Höhe vorgegeben war. Dieser Raum war durch eine Pappwand unterteilt und als Werkzeug- und Gerätelager benutzt. Nur Zugang durch die untere Küche.

Durchbruch vom Zwerch- zum Haupthaus

Durchbruch vom Zwerch- zum Haupthaus

Durchbruch vom Zwerch- zum Haupthaus
Durchbruch vom Zwerch- zum Haupthaus. Niveauunterschied von ca. 1,5 m machte den Einbau einer Treppe erforderlich. Sichtbarmachung des Fachwerkes und des Natursteinsockels der ehemaligen Außenwand des Haupthauses.

Schlafzimmer Westwand

Schlafzimmer Westwand
Schlafzimmer Westwand: Ausmauerung der Gefache mit neuen Lehmbausteinen. 2. vorgesetzte Mauer ebenfalls aus Lehmbau. Die 2. Mauer ist in Waage.

Zimmer 1. OG - während der Renoveirung

Zimmer 1. OG - nach der Renovierung
Zimmer 1. OG Anbau mit Luftgeschloß hinter dem Schlafzimmer, beide Zimmer sind über eine eigene Treppe zu erreichen. Der Raum darunter im Ergeschoß wird als Dusche und Hauswirtschaftsraum genutzt.

Alte Stiege - vor der Renoveirung

Alte Stiege - nach der Renovierung
Alte Stiege als einziger Zugang zum OG innerhalb des Zwerchhauses. Neue Treppe als 2. Zugang zum Obergeschoß des Zwerchhauses und des Anbaus. Sichtbar gemacht das Balkenwerk der Außenwand des Zwerchhauses.

Badezimmers im 1. OG - während der Renoveirung

Badezimmers im 1. OG - nach der Renovierung
Teilansicht des Badezimmers im 1. OG - vor und nach der Renovierung - mit Zugang vom Haupthaus und vom Zwerchhaus (ehemalige Wurstkammer).

Treppe zum 2. OG - vor dem Anstrich

Treppe zum 2. OG - nach dem Anstrich
Alte Treppenanlage zum 2. OG des Haupthauses - vor und nach dem Anstrich

Flur 2. OG - nach Ausmauerung Anbringung von Strohmatten

Flur 2. OG
Flur 2. OG - nach Ausmauerung der Gefache mit Lehmbausteinen, Anbringung von Strohmatten (auch an anderen Stellen des Hauses)

Einziges schräges Zimmer - vor der Renovierung

Einziges schräges Zimmer - während der Renovierung

Einziges schräges Zimmer - nach der Renovierung
Einziges schräges Zimmer im Haus. Das kleine Fenster Richtung Osten wurde leider irrtümlicherweise geschlossen. Hier ebenfalls die Strohmatten zu sehen.

Einziges schräges Zimmer - vor der Renovierung

Einziges schräges Zimmer - nach der Renovierung
Gleiche Zimmer, Blick Richtung Westen, vorher und nachher

Neue Lehmbausteine fürs schräges Zimmer

Spitzboden mit Einbau der Gasheizung
Neue Lehmbausteine vor der Verarbeitung im schrägen Zimmer. Blick auf den Spitzboden mit Einbau der Gasheizung.

Schlafzimmer 2. OG - vor der Renovierung

Schlafzimmer 2. OG - nach der Renovierung
Schlafzimmer 2. OG - Blick Richtung Norden - Sichtbarmachen des Fachwerks. Wo heute der neue Querriegel sichtbar ist, war eine kleine Tür, die zu einer schrägen Bodenkammer führte.

Schlafzimmer 2. OG - während der Renovierung

Schlafzimmer 2. OG - während der Renovierung
Schlafzimmer 2. OG - Blick Richtung Süden - während der Renovierung. Vor die alte Lehmaußenwand kommt eine Vorsatzschalung aus neuen Lehmbausteinen, ebenso im Wohnzimmer 1. OG.

Schlafzimmer 2. OG - während der Renovierung
Beispiel der Ausmauerung der Gefache mit alten wiederverwendbaren Lehmbausteinen (hier im späteren Schlafzimmer)

Schlußnote für den Innenausbau:
Das gesamte Haus bekam neue Holzschubdecken, nachdem festgestellt wurde, daß die alten Decken nicht mehr zu retten waren. In den Deckenaufbau kam u.a. eine trockene Lehmschüttung (Lehm vom Freilegen der gesamten Balken aus dem Haus). Darauf folgt der Dielenaufbau. Für die Sicherheit mußten sozusagen als "Korsett" einige Stahlträger eingezogen werden. Ein sichtbarer Stahlträger war bereits vor der Renovierung in der Küche im 1. OG vorhanden, der aber durch die neue, verdeckte Stahlkonstruktion entfernt werden konnte.
Aussenbereich

doppelseitigen Mauer aus den vorhandenen Elmkalksteinen

doppelseitigen Mauer aus den vorhandenen Elmkalksteinen
Anstelle der Stallgebäude als Abgrenzung zum östlichen Nachbarn Errichtung einer doppelsteinigen Mauer aus den vorhandenen Elmkalksteinen mit einem zweireihigem Ziegelsteinabschluß aus den alten Krempern. Dieser Mauer folgt eine einsteinige Mauer mit einer Ziegelsteinreihe als Abschluß.

doppelseitigen Mauer aus den vorhandenen Elmkalksteinen

doppelseitigen Mauer aus den vorhandenen Elmkalksteinen
Nahaufnahme der 2. Mauer mit Ackergeräten der Vergangenheit (im Grundstück gefunden). Das andere Bild zeigt übrig gebliebene Steine. Mit diesen Steinen wurden angelegt: Mauersockel der Ost- und Nordseite des Hauses, Pflasterung des Hofes, ca. 30 m Wege, knapp 20 m Mauern bei einer Höhe von gut 2 m. Außerdem fanden die Steine Verwendung in der Beeteinfassung und weiteren Gartengestaltung, wie z.B. in einem Hochbeet.

Detailaufnahem von Mauer 1

Detailaufnahmen von der zweiten Mauer
Detailaufnahme von Mauer 1 - Scherbenreste, die während der Bauarbeiten im Haus gefunden wurden. Detailaufnahmen von der zweiten Mauer - sämtliche Halterungen der Gartengeräte sind Eisenkleinteile unterschiedlichster Art, die während der Außenarbeiten im Erdreich gefunden wurden.

Erhaltenes Pflaster aus einem der Ställe

Erhaltenes Pflaster aus einem der Ställe
Erhaltenes Pflaster aus einem der Ställe (verschiedene Steinsorten) - heute Sitzplatz. Der Platz wird unter anderem eingerahmt von großen, bepflanzten Holztrögen.

Blumenarrangemat im Hof

Alter Pflug
Blumenarrangement im Hof mit alten Sachen des Hauses. Alter Pflug (Standort beim Kauf des Hauses im 1. OG des Zwerchhauses, heute Schlafzimmer)

Wege

Wege
Wege, die zum Hof bzw. Haus führen.

Wasserloch am Sitzplatz

Wasserloch am Sitzplatz
Wasserloch am Sitzplatz (In diesem Loch sammelt sich ständig das Grundwasser)

Futtertrog

Kohleofen als Dekoration
Einer von sieben Futtertrögen - kleiner Kohleofen als Dekoration in der Diele im EG.

Alte Wagenräder

halbe Mühlsteine und Rübenpresse
Alte Wagenräder als Abgrenzung vom Rasen zum Sitzplatz - halber Mühlsteine (im Erdreich gefunden), sowie Rübenpresse neben den Rädern.

Blick vom Carport zum Haus

Bach
Blick vom Carport zum Haus. Das Carport wurde auf die Grundfläche des Holzschuppens an die ehemalige Scheune gebaut. Das Ende des Grundstücks wird von einem Bach gesäumt, welcher auf dem Klostergelände entspringt.
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