Isover - Deutschland dämmt
fachwerkhaus.de-Startseite
Basisinformationen über Fachwerk
Zu den Herstellern
Fachwerksanierung
Produkte & Gewerke bei der Sanierung von Fachwerk
Service & Checklisten
Katalog-Service
Handwerkersuche
Architekten, Statiker & Bauingenieure
Immobilien- & Materialbörse
Finanzieren & Versichern
Erfahrungsberichte
Surftipps
Historische Fachwerkbauten
Fachwerkstädte
Fachwerkmuseen
Fachwerkhotels &
-restaurants
Newsletter
Kontakt
Über uns

Weitere Beiträge finden Sie in folgender Rubrik: Historische Fachwerkbauten (nicht nur) in Deutschland

Die Lateinschule aus Otterndorf und der Übersetzer der Odyssee


Das Fachwerkhaus, in dem er vier Jahre lebte, ist nach heutigen Maßstäben "recht nett", gibt aber nicht viel her. Die alte Lateinschule zu Otterndorf an der Nordsee, ebenfalls aus Fachwerk, gibt sich da schon gravitätischer. Über beide Gebäude würde man nicht viel zu berichten haben, wenn hier nicht ein Mann gewirkt hätte, von dem alle humanistisch Gebildeten mit Hochachtung sprechen.

Vier Jahre lebte Johann Heinrich Voß in Otterndorf - vier Jahre, von denen die örtlichen Touristikfachleute noch heute zehren. Dabei ist die Geschichte des Übersetzers von Homers Odyssee fast 225 Jahre her. Sei's drum: Einem Mann, der selbst Goethe imponierte, darf das eine oder andere "Denkmal" gesetzt werden. Das Größte ist ein Gebäude, das es bereits vor der Zeit des berühmten Übersetzers gab. Durch ihn erhielt es allerdings den ortsgeschichtlichen Reiz.
In der 1614 erbauten Lateinschule (Foto) verdiente Voß nämlich seinen Lebensunterhalt - und erfüllte damit das Versprechen, das er seiner Schwiegermutter gegeben hatte: Er wollte einen "Brotberuf" ergreifen, nachdem er sich jahrelang als Hauslehrer und Redakteur des "Musenalmanachs" über Wasser gehalten hatte. Und so nahm er 1778 die Stelle des Rektors an der Schule in Otterndorf an.

In drei Klassen lernten die Kinder der Bauern und des Bürgertums, was sie für das spätere Studium brauchten. Voß wusste seine Lehrstätte zu schätzen, wie aus einem Brief (1778) nach einem ersten Besuch in dem damals 1500 Seelen zählenden Städtchen hervorgeht: "Das Haus liegt sehr bequem, hinten ein schöner schattichter Garten mit einer Laub, woraus ich über die Medem (einem kleinen schiffbaren Fluß) ins Freie hineinsehe; aber es muß noch ziemlich viel darin gebaut werden." Und gebaut bzw. renoviert hat man seitdem wohl eine ganze Menge. Zuletzt wurde die Lateinschule 1994/95 von Grund auf saniert; heute hat hier übrigens das Kirchenbüro ein Zuhause gefunden. In den oberen Räumen befinden sich Wohnungen. Dass Voß ein Denkmal nahe an seinem damaligen Wohnhaus (Foto) bekam, versteht sich ob der Bedeutung seines Geisteswerks von selbst, obwohl heute nur ein oder zwei Bewohner des Ortes des Altgriechischen einigermaßen mächtig sind. Die Dame vom Fremdenverkehrsbüro ist es jedenfalls nicht.
Doch zurück zum berühmten "Übergangs-Bewohner". Den eigentlichen Clou seiner Wirkungsstätte verschweigt Voß dem Adressaten seines Briefes ebenso wie die Bauart. Die beiden oberen Geschosse des klassizistischen Fachwerkbaus ragen hervor. Und das hatte klare finanzielle Vorteile. Durch diese Bauweise konnte die Wohnfläche oben nämlich vergrößert werden, denn Steuern wurden damals lediglich nach dem bebauten Grund und Boden bezahlt.

Was der berühmte Übersetzer damals außerdem als nicht erwähnenswert - weil nicht ungewöhnlich genug - hielt, werden die Besucher Otterndorfs vielleicht in ihr Reisetagebuch eintragen: Da wären zum Beispiel die wunderbaren klassizistischen Türen des Backsteinbaus oder die Fenster mit ihren winzigen Scheiben. Voß jedenfalls hielt es nur vier Jahre in Otterndorf. Allerdings ist das schmucke Fachwerkhaus, in dem er ein- und ausging, natürlich nicht der Grund für seinen Wegzug. Es war die Gesundheit. Das feuchte Klima an der Niederelbe machte ihm zu schaffen, der Schuldienst belastete ihn. Die drei Söhne und seine Ehefrau waren an dem grassierenden Marschenfieber (Malaria) erkrankt. Ein Jahr, nachdem Voß die Odyssee im Selbstverlag herausgegeben hatte, verließ er Otterndorf. Dort aber wurde er nie vergessen.

Vielleicht hat Goethe den Otterndorfern aus dem Herzen gesprochen: "Ein Mann wie Voß wird übrigens so schnell nicht wiederkommen. Es haben wenig andere auf die höhere deutsche Kultur einen solchen Einfluß gehabt wie er", soll der große Dichter des berühmten Werks "Faust" in einem Gespräch zu seinem Freund Eckermann gesagt haben.
 © pw-Internet Solutions GmbH, Mönchengladbach, Tel. 0 21 61 - 99 36-0
Fuhrberger Fachwerkhäuser
Wer ein Fachwerkhaus kauft oder saniert, liebt Holz. Rund 650 Bauanleitungen rund um Holz, Haus & Garten hält www.baumarkt.de bereit.
Fachwerkhaus
Städtereisen, das ist für viele ein Genuss – nicht zuletzt, wenn es in eine Fachwerkstadt geht. Andere Genüsse können Sie abrufen unter www.genuss.de.
Wolkensteiner Fachwerkhaus
Über 12.400 Suchbegriffe weist das Portal www.das-baulexikon.de auf. Dieses Lexikon ist damit eine echte Hilfe für alle, die neu bauen, umbauen, anbauen und sanieren.
www.paint-clicker.de
Feinsteinzeug Fliesen
Ingenieurbuero Bergisches Land
Auf private-krankenversicherung.de vergleichen Sie die besten Tarife und alle Leistungen!
Eine Autoversicherung braucht jeder! Vergleichen Sie bei GELD.de!
Preisvergleich zu Hausbau & Renovierung
Online günstig kaufen mit Shopping.de
Auf www.kredit.de einfach und unverbindlich Kredite und Zinsen vergleichen!
Durch Einrichtungsideen schöner Wohnen mit Möbel.com
Alles über die Renovierung, auch von Fachwerkhäusern.
LEDs bei LED Shop lichtprofi.de
Gerade ältere Häuser, wie z.B. einem Fachwerkhaus, haben ein höheres Energieaufkommen. Deshalb sollte hier ein günstiger Stromanbieter gewählt werden.
Gaspreisvergleich www.wechseln.de/gasvergleich.html
pw-Internet Solutions GmbH
 11.02.2012
Seitenanfang  |  zurück  |  drucken  |  Impressum / AGB © pw-Internet Solutions GmbH