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Das Fachwerkhaus des berühmten Malers und Kupferstechers Albrecht Dürer |
Nürnberg ist berühmt für seine Lebkuchen, Rostbratwürste und den Christkindlesmarkt. Der besondere Charme des schönsten
Christkindlesmarkts in Deutschland liegt vor allem in der historischen Kulisse auf dem Nürnberger Hauptmarkt mit Frauenkirche, Schönem
Brunnen und Blick auf die gotischen Altstadtkirchen St. Lorenz und St. Sebald. Auch viele Fachwerkhäuser tragen zu der imposanten
Altstadtkulisse Nürnbergs bei. Eines dieser Fachwerkhäuser hat eine ganz besondere Geschichte, lebte und arbeitete in ihm doch der
berühmte Maler, Kupferstecher, Zeichner und Kunsttheoretiker Albrecht Dürer. Von 1509 bis zu seinem Tod 1529 war das Anwesen
unterhalb der Nürnberger Burg seine Heimat. Hier lebte er mit seiner Frau Agnes, seiner Mutter sowie seinen Schülern und Lehrlingen. |
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| Das viergeschossige Fachwerkgebäude ist in seinen wesentlichen Teilen um 1420 errichtet worden. Das mächtige,
erkergeschmückte Dach hatte der Vorbesitzer, ein Astronom, im Jahr 1502 auf der linken Seite für eine zwischengefügtes
Stockwerk anheben lassen. Schon das Eintreten in das Albrecht-Dürer-Haus gerät imposant. Die Eingangstür ist so groß,
dass ein Fuhrwerk hineinfahren konnte. Dementsprechend groß ist auch die Eingangshalle, die von zwei mächtigen Holzstützen
getragen wird. In dieser Tenne genannten Eingangshalle, die typisch für Nürnberger Bürgerhäuser war, wurden Geschäfte
abgewickelt. So auch im Dürerschen Anwesen. Hier wurden Dürers Druckwerke in Fässer gepackt, um sie in alle Welt zu Messen und
Märkten zu transportieren. |
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Heute ist in der Tenne die Museumskasse untergebracht. Doch ehe das Haus zu einem Museum wurde, vergingen Jahrhunderte. Nach Dürers Tod
war es in Vergessenheit geraten. Erst im 19. Jahrhundert erinnerte man sich wieder an den großen Sohn der Stadt und machte das Haus zu
einer Dürer-Verehrungsstätte. 1971 wurde das Haus als Museum neu gestaltet, ein moderner Ausstellungsanbau entstand. Auf mehreren
Etagen kann sich nun der Besucher ein Bild über das Leben und Arbeiten Dürers machen. Im ersten Stock des Dürer-Hauses bietet
die historische Küche mit der großen, noch originalen Herdstelle einen Einblick in das Alltagsleben der Dürer-Zeit. In einem
anderen Raum auf diesem Stockwerk hängt ein Selbstbildnis des Künstlers in Kopie (siehe Foto oben). Das Original soll Dürer
als Beweis für sein künstlerisches Vermögen und Selbstbewusstsein angefertigt haben. |
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| Aber Dürer hat, wie bereits erwähnt, in seinem Haus nicht nur gewohnt, sondern auch gearbeitet. Im größten Raum des Haus
ist die Malerwerkstatt zu besichtigen. Man sieht, wie ein Tafelbild entsteht und erfährt etwas über die Herstellung und Herkunft der
verwendeten Farben. Hier finden ständig Vorführungen in den von Dürer verfeinerten Drucktechniken - dem Kupferstich und dem
Holzschnitt - statt. Gegenüber der lebenden Werkstatt liegt neben einer kleinen Farb- oder Leimküche ein weiterer Raum, in dem
gedruckt wird. Mehrmals täglich kann man Druckvorführungen auf der großen Hochdruckpresse beobachten.Wertvolle Kopien nach
Gemälden Dürers und eine immer wieder wechselnde Auswahl berühmter Grafiken des Künstlers sind im obersten Stockwerk des
Gebäudes zu bewundern. |
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| Highlights sind sicherlich auch die Führungen durch Dürers Ehefrau Agnes und das Museumstheater. Agnes Dürer wird dargestellt von
einer Schauspielerin, die in Hausfrauenrobe und mit Schlüsselbund am Rock durch das Haus führt und aus dem "Nähkästchen"
plaudert. Hier wird Geschichte wirklich greifbar und das nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder, für die es
Extraführungen gibt. Auch das Museumstheater bringt mit seinem "Hausgeflüster" jede Menge Wissenswertes um das Dürer-Haus und
seine Bewohner aufs Parkett. Serviert wird das alles freilich mit leichter Hand und einer Prise Ironie. |
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Mehr Informationen:
Albrecht-Dürer-Haus
Albrecht-Dürer-Straße 39
90403 Nürnberg
Tel. (0911) 231-2568
Fax (0911) 231-2443
Fotos: museen der stadt nürnberg |
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© pw-Internet Solutions GmbH, Mönchengladbach, Tel. 0 21 61 - 99 36-0
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