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In diesem Fachwerkhaus weht ein rauhes Lüftchen


Hinter den Toren dieses Hauses befindet sich die vermutlich weltweit einzige Scheunenwindmühle! Als der handwerklich und künstlerisch begabte Bauer Johann Traugott Leberecht Schubert im Jahre 1864 in Podemus bei Dresden diesen zweigeschossigen Fachwerkbau errichtete, mag ihn so manch anderer Dorfbewohner belächelt haben. Die Scheune mit den großen achteckigen Toren auf der West- und Südseite sah doch etwas merkwürdig aus. Dahinter allerdings verbargen und verbergen sich noch heute große Windräder aus Fichtenholz. Die durch die riesigen Scheunentore strömende Luft treibt darüber den Schrotgang an. Es funktioniert also alles ganz ähnlich einer "herkömmlichen" Windmühle.
Bildquelle: Seiten der
Uni-Stuttgart
Wie aber kommt die Scheunenwindmühle aus Podemus nach Saalow im Landkreis Teltow-Fläming in Brandenburg? Bis 1954 war die Mühle in Podemus noch in Betrieb. Stark baufällig geworden, wurde sie dann aber in den frühen Siebzigern abgebrochen. Zuvor allerdings fotografierten und zeichneten Mitarbeiter des Instituts für Denkmal-
pflege Dresden das einmalige Fachwerkhaus, denn schließlich handelte es sich um ein "einzigartiges Denkmal der Produktionsgeschichte, von einem Bauern geschaffen und volkskünstlerisch verziert". Die Einzelteile der Mühle wurden ab- und ausgebaut und für eine spätere museale Nutzung geborgen.

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Uni-Stuttgart




Doch erst 1993 war es soweit: Dank eines Mühlenspezialisten im Ort, wurde das Gebäude in Saalow nach den alten Zeichnungen und Fotografien neu auf- und die noch erhaltene Mühlentechnik eingebaut. Seit 1995 ist die Scheunenwindmühle für Touristen zugänglich.
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