|
|

Asbest - nach wie vor ein Gefährdungspotential |
|
|
 |
| Asbest wird zwar seit Jahren nicht mehr im Bauwesen verwendet, aber es bildet nach wie vor ein Gefährdungspotential,
weil es auch in vielen Privatbauten zum Brandschutz und zur Wärmedämmung verbaut wurde. Bei Umbaumaßnahmen in "gebrauchten"
Häusern sehen sich manche neue Eigentümer plötzlich mit Asbest konfrontiert, der hinter einer Tapete verborgen war oder in Form
von Asbestmatten für Dammzwecke im Dachgestühl angebracht und hinterher verkleidet worden war. |
 |
Was ist das Gefährliche an Asbest?
Asbest ist ein extrem hitzebeständiges, chemisch resistentes Naturprodukt mit einer faserigen Struktur. Trotz der chemischen Resistenz
geht vom Asbest eine Gefahr aus, wenn Feinstaub entsteht, der durch die Atmung in die Lungenbläschen gelangt. Diese Fasern werden vom
Organismus kaum abgebaut oder ausgeschieden. Vor allem durch ihre Neigung, sich immer weiter aufzuspalten, entfalten sie eine
zellschädigende Wirkung. Auch geringe Asbestfeinstaubkonzentration in der Luft können Lungenkrebs oder die Entstehung eines
Mesothelioms fördern. |
 |
Gibt es Unterschiede in der Gefährlichkeit?
Unbedenklich ist Asbestzement, der weniger als 15% Gewichtsanteil Asbest enthält - das sind vor allem Rohre. Hier sind die Fasern so
dicht im Zement gebunden, daß davon - solange keine Bearbeitung etwas mit Bohrmaschinen stattfindet - keine Gefährdung ausgeht.
Die sog. schwachgebundenen Asbestprodukte hingegen geben aufgrund der geringen Gehalts an Bindemitteln Asbestfasern in die Raumluft ab - auch
dann, wenn keine Bearbeitung stattfindet. Zu diesen schwachgebundenen Produkten zählen Spritzasbest als Spritzputz oder -beschichtung,
Asbestmatten und Asbestleichtbauplatten, aber auch Asbestschnüre, wie man sie häufig als Dichtungsmaterial an den Türen von
älteren Kaminöfen findet. |
 |
Sanierung nur durch Fachfirma
Die Sanierung sollte auf jeden Fall nur durch Fachfirmen erfolgen, die für ihre Arbeiter auch umfangreiche Schutzmaßnahmen
ergreifen müssen. Bei großem Sanierungsobjekten kann das soweit gehen, daß Schleusen aus 4 Kammern installiert werden, in
denen die Arbeiter von Kammer zu Kammer unterschiedlichen Schutzmaßnahmen unterworfen werden. Auf keinen Fall darf eine Sanierung ohne
Atemschutzgeräte vonstatten gehen - je nach Faserkonzentration müssen z.B. Vollmasken mit Gebläseunterstützung getragen
werden. Auch bei der Entsorgung muß die Firma umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen beachten. |
 |
Welche Sanierungsmaßnahmen gibt es?
Für die Sanierung stehen drei Verfahren zur Verfügung: |
 |
- die vollständige Entfernung der Asbestprodukte aus dem Haus
- das Verfestigen der Oberfläche von Asbestplatten und die anschließende Versiegelung der Oberfläche
- das Errichten von Trennwänden aus Stein, Gipskarton usw.
|
|
Die Verfahren 2 und 3 werden sicherlich im privaten Bereich bevorzugt, weil sie relativ kostengünstig sind und das Problem der Entsorgung
gar nicht erst entsteht. Verfahren 2 sollte von einer Fachfirma mit geeigneten Materialien ausgeführt werden. Es ist aber nur sinnvoll,
wenn die versiegelten Platten nicht später doch noch einmal bearbeitet werden müssen. Beim Verfahren 3 ist darauf zu achten,
daß auch die Anschlüsse an andere Bauteile und die Fugen dauerhaft abgedichtet werden. Zu beachten ist, daß z.B. das Zubauen
einer aspestplattenbestückten Wand auch die Bauphysik verändert (z.B. Wasserdampf-Durchlässigkeit), so daß es ratsam
sein kann, einen Architekten oder Sachverständigen hinzuzuziehen. |
 |
Genehmigung einholen
Strengstens verboten ist es übrigens, z.B. alte Eternit-Schindeln auf Dächern zu reinigen, da mit dem Abwasser auch Asbest
freigesetzt wird und unter anderem ins Erdreich gelangt. Für solche Arbeiten - wie auch für das Streichen asbesthaltiger
Dächer, ist grundsätzlich eine Genehmigung der zuständigen Baubehörde notwendig. Diese wird aber normalerweise nicht
mehr erteilt. Wer sich davon nicht beeindrucken läßt und erwischt wird, dem drohen empfindliche Geldbußen. |
|
 |
|
© pw-Internet Solutions GmbH, Mönchengladbach, Tel. 0 21 61 - 99 36-0
|
 |
|
 |
|
 |
| Wer ein Fachwerkhaus kauft oder saniert, liebt Holz. Rund 650 Bauanleitungen rund um Holz, Haus & Garten hält www.baumarkt.de bereit. |
 |
 | |
 |
|
 |
| Städtereisen, das ist für viele ein Genuss – nicht zuletzt, wenn es in eine Fachwerkstadt geht. Andere Genüsse können Sie abrufen unter www.genuss.de. |
 |
 |
|
 |
|
 |
| Über 12.500 Suchbegriffe weist das Portal www.das-baulexikon.de auf. Dieses Lexikon ist damit eine echte Hilfe für alle, die neu bauen, umbauen, anbauen und sanieren. |
 |
 |
|
 |
|
 |
|
 |
|
 |
| Auf www.kredit.de einfach und unverbindlich Kredite und Zinsen vergleichen! |
 |
 | |
 |
|
 |
|
 |
|
 |
|
 |
|
 |
|
 |
| Gerade ältere Häuser, wie z.B. einem Fachwerkhaus, haben ein höheres Energieaufkommen. Deshalb sollte hier ein günstiger Stromanbieter gewählt werden. |
 |
 | |
 |
|
 |
|
 |
|
 |
|
 |
|
 |
|
|