|
|

Kachelöfen bringen gemütliche Wärme |
Im Grunde genommen ist die Technik ein alter Hut: Schon in der Bronzezeit
(2500 v. Chr.) gab es Urformen und auch im alten Rom nutzen die Menschen frühe
Entwicklungsstufen des Heizsystems, das heute als Kachelofen bezeichnet wird. Heute ist
der Kachelofen beliebter denn je - nach Angaben des statistischen Bundesamtes sind in
Deutschland bereits sechs Millionen Wohnungen mit einem neuen Kamin oder Kachelofen
ausgestattet.
Gas, Öl, hauptsächlich aber Holz - das sind die Brennstoffe, mit deren
Hilfe ein Kachelofen seine wohlige Wärme erzeugt. Und daß das Adjektiv
"wohlig" in diesem Zusammenhang angebracht ist, ist auch wissenschaftlich
bewiesen: Der Kachelofen ist Untersuchungen zufolge die einzige Heizquelle, die eine
ähnliche Wärmestrahlung abgibt wie die Sonne. Das Geheimnis liegt in den
Schamottesteinen und den Keramik-Kacheln, aus denen so ein Ofen gebaut wird. Die Keramik
speichert die Wärme, die im Feuerraum erzeugt wird, und gibt sie langsam und
gleichmäßig an die Umgebung ab. Die Raumluft wird angenehm temperiert und erscheint kaum
ausgetrocknet.
Doch die gemütliche Atmosphäre ist nur ein Merkmal des Kachelofens: Das ganze Jahr
über ist er Möbelstück, Raumobjekt, Blickfang. Er betont den Lebensstil und paßt sich
durch sein Design dem übrigen Haus an. Denn auch das ist typisch für den Kachelofen:
Sein Aussehen ist einzigartig! Denn nach wie vor werden die Öfen von einem Spezialisten,
dem Kachelofenbauer, perfekt in die vorhandene Wohnung eingepaßt. Er berät auch schon im
Vorfeld und klärt ab, welcher Typ von Kachelofen sich für den Raum am besten eignet. |
 |
Grundkachelofen
Der Grundofen ist der Klassiker unter den Kachelöfen. Er besteht aus Schamottesteinen und
ist mit Kacheln ummantelt. Brennmaterial ist trockenes, naturbelassenes Stückholz. Der
Grundofen funktioniert wie ein Speicherofen: Er gibt die aus dem Holz freigesetzte und in
der Schamottemasse gespeicherte Energie gleichmäßig über Stunden als Strahlungswärme
ab. Der Grundofen setzt die im Holz gespeicherte Energie sehr effizient um: Der
Wirkungsgrad liegt bei fast 90 Prozent. Der einzige Nachteil: Beim Aufheizen dauert es
eine Weile, bis der Ofen so richtig schön bullert.
|
 |
Warmluftkachelofen
Diese Variante erweitert den Grundofen um eine zusätzliche Heizkammer, in der Luft durch
den Feuerraum erwärmt wird. Die warme Luft wird durch Luftgitter in den Raum geführt und
sorgt so dafür, daß es schnell mollig warm im Raum wird. Ein Teil (etwa 30 Prozent) der
Heizenergie wird aber wie gehabt in den Heizgaszügen aus Schamotte gespeichert und
zusätzlich nach und nach abgestrahlt. Warmluftöfen sind nicht auf den Brennstoff Holz
beschränkt: Durch Heizeinsätze aus Grauguß kommen auch Öl und Gas als Brennstoff in
Frage. Und noch einen Vorteil hat diese Ofenvariante: Mit Hilfe von Warmluftkanälen
läßt sich die Wärme problemlos in mehrere Räume "transportieren". So lassen
sich auch komplette Etagen gleichmäßig erwärmen.
|
 |
Strahlungsflächen und Hypokaustenkachelöfen
Wer die Strahlungswärme eines Grundofen besonders schätzt, der kann mit keramischen
Strahlungsflächen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Zum einen profitieren
auch andere Räume der Wohnung von der angenehmen Wärme, zum anderen wirken perfekt auf
den Wohnraum und die Einrichtung abgestimmte, gekachelte Strahlungsflächen viel mehr als
irgendein Radiator aus dem Baumarkt. Strahlungsflächen müssen übrigens nicht
zwangsläufig eine Wandfläche einnehmen: Sie lassen sich auch als Sitz- oder Ruhebänke
gestalten. Beheizen lassen sich die Strahlungsflächen in Kombination mit einem
Hypokaustenkachelofen entweder mit Warmluft oder Warmwasser. Ein Hypokaustenkachelofen
ähnelt dabei der Art von Fußbodenheizung, die schon die alten Römer einsetzten. Das
Heizungssystem ist ein geschlossener Kreislauf - anders eben als beim Warmluftofen. Zudem ermöglicht die Beheizung mit Warmwasser sogar die
Kombination des Kachelofens mit einer Solaranlage.
|
 |
Kachelkamin
Der Kachelkamin ist im Prinzip nichts anderes als ein Grundofen, nur daß beim Kachelkamin
die Flammen durch ein dekorativ eingefaßtes Keramikglas beobachtet werden können. Die
Energieausbeute ist durch den geschlossenen Brennraum um ein vielfaches höher als bei
einem offenen Kamin.
|
 |
Kachelherd
Nostalgie und Moderne verbindet der Kachelherd. Wie einst bei Großmutter in der Küche
ist der Herd Heizung und wird zum Kochen, Backen und zur Warmwassererzeugung genutzt.
Problemlos ist die Integration in moderne Einbauküchen. Und auch das Einsetzen eines
Mikrowellenherdes oder eines Pizzaofens in den Kachelkörper ist eine pfiffige Sache für
jeden Koch.
|
 |
Kombiofen
Der Kombiofen ist eine Kombination aus Warmluftofen und Grundofen, d.h. es werden die
Vorzüge beider Kachelofentypen miteinander vereint. Er gibt gesunde Strahlungswärme
über eine relativ große Speichermasse an die Umgebung ab und bleibt sehr lange warm.
Im Inneren des Kachelofens steht ein gusseiserner Heizeinsatz. Um den Heizeinsatz
herum, bzw. an einer Seite des Heizeinsatzes, wird ein Hohlraum gelassen, in dem die
Luft von der metallischen Fläche des Einsatzes sofort erwärmt wird.
Die folgenden Systeme zur Verbrennung von regenerativen Brennstoffen werden zwar nicht
zu den Kachelöfen, sondern zu Kaminen gezählt, doch sie funktionieren auf ähnliche Weise. |
 |
Heizkamin
Ein Heizkamin sieht aus wie ein offener Kamin. Er kann rustikal oder sehr modern
gestaltet sein, verkleidet mit schönen Kacheln oder Marmor. Und auch das flackernde
Feuer sieht man durch eine Glasscheibe. Der Heizkamin funktioniert wie ein Kachelkamin,
er besitzt lediglich eine größere Glasscheibe. Durch die Keramikglasscheibe wird dem
Feuerraum die große Sogwirkung zur Raumluft genommen. Der Heizkamin bekommt nur die
zur Verbrennung benötigte Luftmenge zugeführt. Dadurch arbeitet er mit einem deutlich
besseren Wirkungsgrad als ein offener Kamin. Die Kachelwände geben zudem noch sanfte
Strahlungswärme an die Umgebung ab. Ein Heizkamin könnte die Lösung sein für alle, die
keinen geeigneten Schornsteinquerschnitt für einen offenen Kamin besitzen. |
 |
Speicherkamin
Der Speicherkamin ist eine Feuerstelle, die mit einer Keramikglasscheibe geschlossen wird.
Im Unterschied zum Heizkamin werden die Heizgase aus dem Feuerraum nicht direkt in den
Schornstein geschickt, sondern es wird eine keramische Speichermasse aufgeheizt. Auch
wenn das Kaminofenfeuer schon längst erloschen ist, liefert der Speicherkamin noch über
Stunden angenehme Strahlungswärme. Dadurch erreicht der Speicherkamin den besten
Wirkungsgrad bei Kaminfeuerungen. |
 |
Warmluftkamin
Im Warmluftkamin sind die Merkmale eines Warmluftkachelofens mit den Merkmalen eines
geschlossenen Kaminfeuers vereint. Vom geschlossenen Kaminfeuer wurde die Glasscheibe
übernommen, die das flackernde Feuer sichtbar macht. Um den Wirkungsgrad zu verbessern,
werden die Heizgase nicht direkt in den Schornstein, sondern durch Nachheizflächen aus
Metall geführt. Die Luft erwärmt sich am Kamineinsatz und den Nachheizflächen und
wird über Lüftungsgitter an die Umgebung abgegeben. |
 |
Kaminofen
Der auch als Schwedenofen bekannte Kaminofen ist ein idealer Wärmespender für all jene,
die sich schnell und preiswert das Erlebnis "Feuer" in die eigenen vier Wände holen möchten.
Kaminöfen gibt es in unzähligen Formen und Farben und sogar mit Keramik, Natur- oder
Speckstein verkleidet. Metallische Kaminöfen haben einen, meist mit Schamottesteinen
ausgelegten, Feuerraum mit einer Glastüre. Der Kaminofen wird im Raum auf eine
Brandschutzplatte gestellt und per Rauchrohr an den Schornstein angeschlossen. Er gibt
Wärme durch Strahlung und Konvektion ab. Diese Kombination schafft ein angenehmes,
lebendiges Raumklima und die Ofenwärme wird optimal und zugfrei verteilt.
Egal, für welchen Typ man sich letztendlich entscheidet: In jedem Fall bekommt man
eine individuelle Lösung. Das weist schon darauf hin, daß Kachelöfen nicht mit einem
Griff in die Portokasse bezahlen werden können. Die Öfen werden mit einem hohen
Arbeitsaufwand gefertigt und mit der typischen Kacheloberfläche versehen. Alleine für
den Aufbau muß man mit vier Tagen Arbeit rechnen. |
 |
An zweizügigen Schornstein denken
Mit Kachelöfen haben unsere Großeltern ganze Häuser beheizt, allerdings ist es nicht
möglich, über einen Kachelofen auch gleich noch eine Warmwasser-Fußbodenheizung zu
betreiben. Und ob eine Kachelheizung so ausgelegt werden kann, dass auch noch größere
Gebäude einschließlich Wintergärten ausreichend über nur eine Wärmequelle beheizt werden
können, steht dahin. Deshalb werden entweder Gas- oder Ölzentralheizungen als Zusatzheizungen
zum Kachelofen eingesetzt - oder umgekehrt. In jedem Fall braucht man also einen zweizügigen
Schornstein. Ist dieser nicht von Anfang an so eingebaut, muss man sich mit einer Art der
Wärmeerzeugung begnügen - oder einen zweizügigen Kamin einbauen, was aber mit erheblichen
Kosten verbunden ist. |
|
 |
|
© pw-Internet Solutions GmbH, Mönchengladbach, Tel. 0 21 61 - 99 36-0
|
 |
|
 |
|
 |
| Wer ein Fachwerkhaus kauft oder saniert, liebt Holz. Rund 650 Bauanleitungen rund um Holz, Haus & Garten hält www.baumarkt.de bereit. |
 |
 | |
 |
|
 |
| Städtereisen, das ist für viele ein Genuss – nicht zuletzt, wenn es in eine Fachwerkstadt geht. Andere Genüsse können Sie abrufen unter www.genuss.de. |
 |
 |
|
 |
|
 |
| Über 12.400 Suchbegriffe weist das Portal www.das-baulexikon.de auf. Dieses Lexikon ist damit eine echte Hilfe für alle, die neu bauen, umbauen, anbauen und sanieren. |
 |
 |
|
 |
|
 |
|
 |
Ist ein Fachwerkhaus auch etwas älter - das Bad sollte allen Komfort aufweisen. Traum- hafte Bäder stellt das Portal www.traumbad.de vor. Und wenn Sie die nächste Badausstellung in Ihrer Nähe suchen, dann klicken Sie sich bitte ein bei www.badausstellungen.de. |
 |
 |
|
 |
|
 |
|
 |
|
 |
| Auf www.kredit.de einfach und unverbindlich Kredite und Zinsen vergleichen! |
 |
 | |
 |
| Die tragenden Elemente eines Fertighauses sind ebenfalls - wie beim Fachwerkhaus - Holzbalken. Wenn Sie sich einmal im größten Portal für Fertighäuser umschauen wollen, so klicken Sie bitte auf www.fertighaus.de. |
 |
 |
|
 |
|
 |
| Durch Einrichtungsideen schöner Wohnen mit Möbel.com |
 |
 | |
 |
|
 |
|
 |
| Gerade ältere Häuser, wie z.B. einem Fachwerkhaus, haben ein höheres Energieaufkommen. Deshalb sollte hier ein günstiger Stromanbieter gewählt werden. |
 |
 | |
 |
|
 |
|
 |
|
|