Wer heute ein Fachwerkhaus bauen will, der steht früher oder später vor der Frage, für welches Holz er sich entscheiden soll. Dabei hört man mitunter verschiedene Meinungen: Der Zimmermann rät vielleicht zur Douglasie, weil Eiche zu teuer ist. Der Architekt meint, Lärche ginge auch, Leimholz sei aber noch besser.
Recht haben in diesem Fall beide: Die traditionellen Fachwerkhäuser unserer Vorfahren wurden in Eiche gebaut. Aber dieses Holz war schon vor 300 Jahren teuer, weshalb auch Fichte/Tanne verwendet wurden. Speziell verleimtes Brettschichtholz ("Leimholz") ist auch für den Außenbereich ein ideales Konstruktionsholz, dabei ist es aber auch fast so teuer wie Eiche! Die nordamerikanische Douglasie, die übrigens bis 100 m hoch wird und einen Stammdurchmesser bis 4 m erreicht, ist relativ preiswert, fest, sehr zäh und dauerhaft und wird sogar (weil eben Eiche so teuer ist) für Eisenbahnschwellen gebraucht.
Unsere europäische Lärche ist mittelhart, elastisch und zäh, dauerhaft auch bei Nässe-Einwirkung und gilt als dauerhaftestes europäisches Nadelholz. Sowohl Douglasien- als auch Lärchenholz schwindet wenig, was für den Fachwerkbau eine sehr positive Eigenschaft ist. Da Fachwerkhäuser aus Nadelholz
auch 200 Jahre überdauert haben, ist es eigentlich nur eine Frage des Preises, für welches Holz man sich entscheidet.
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