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Sicherheits-Checkliste...
damit Ihre Kinder nicht zu Schaden kommen!

Kinder sind neugierig - je kleiner, je wißbegieriger. Kinder wollen die Welt entdecken, spielen und tollen. Aber gerade in unseren technisierten Haushalten und in unseren Gärten mit modernsten Geräten lauern erhebliche Gefahren. Wenn die möglichen Gefahren teilweise recht drastisch geschildert werden, so geschieht das nicht, um Eltern in Panik zu versetzen, sondern um die Probleme zu verdeutlichen und die Gesundheit und eventuell das Leben Ihrer Kinder zu schützen! Drucken Sie die Liste bitte aus und checken Sie alle Gefahrenpunkte. Viele Hilfsmittel, durch deren Einsatz sich Unfälle vermeiden lassen, können Sie im Fachhandel, nicht zuletzt in sogenannten Babymärkten kaufen.

Sie können aber auch eigene Hinweise geben, die wir gerne in diese Liste aufnehmen! Bevor Sie diese Checkliste durchgehen, beachten Sie diese generellen Hinweise, um unfallbedingte Schock- und Paniksituationen besser zu meistern:

  1. Legen Sie eine Liste an mit den Telefon-Nummern und Adressen der nächstgelegenen Krankenhäuser, insbesondere solcher mit Ambulanzen für Unfallchirurgie, Orthopädie, HNO und Augen. Solche Ambulanzen sind durchgehend besetzt!
  2. Halten Sie Erste-Hilfe-Material griffbereit, also nicht unter Verschluß, damit Sie bei einem Unfall nicht erst nach einem Schlüssel suchen müssen. Lagern Sie dieses Material natürlich so, dass Ihre Kinder nicht drankommen.
  3. Legen Sie ein Merkblatt an für jedes Familienmitglied, in dem für den Arzt wichtige Informationen festgehalten sind: Vorerkrankungen, Allergien, Operationen usw. Das schützt Sie davor, in Schocksituationen wichtige Angaben zu vergessen oder zu verwechseln.

Gefahrenquelle Kinderbekleidung

Haben Sie beachtet, dass Kinderbekleidung im Halsbereich keine Kordeln und Schnüre haben sollen, damit die Kinder nicht in Klettergerüsten usw. hängenbleiben und sich selbst erdrosseln?

Werden Sie, falls solche Kordeln doch vorhanden sind, diese gegen einen Gummizug, Klettverschluß oder Druckknöpfe austauschen?

aben Sie, wenn Sie die Kordel behalten wollen, eine Sollbruchstelle insoweit hergestellt, als Sie das Band zerschnitten und in der Mitte nur mit zwei bis drei Stichen wieder zusammengeheftet haben?

Haben Sie Bänder und Schnüre generell so gekappt, dass sie nur maximal acht Zentimeter an beiden Seiten überstehen?

Haben Sie Kordelstopper und Feststeller entfernt?

Gefahrenquelle Haus:

Wurden alle Treppenaufgänge und -abgänge mit Schutzgittern gesichert? Haben harmlos erscheinende Treppen Zwischenräume zwischen den Stufen oder etwa dem Geländer, durch die ein Kleinkind durchkriechen kann? Im Fachhandel erhalten Sie Schutzgitter, die zwischen Treppengeländer und Wand arretiert werden können. Stufenzwischenräume können durch zugeschnittene Bretter, die mit Schellen an der Tragekonstruktion verschraubt werden, dichtgemacht werden. Das sieht nicht schön aus, ist aber auch nur eine vorübergehende Maßnahme.

Haben Sie daran gedacht, ein Seil an das Treppengeländer zu knüpfen, damit Ihre Kinder, sofern sie mit den Händchen den Handlauf noch nicht erreichen, hier einen Halt finden und die Treppe gefahrlos benutzen können?

Sind alle Steckdosen mit Kindersicherungen verschlossen?

Werden alle Chemikalien wie Putz- und Waschmittel, aber auch Kosmetika und Medikamente sicher und unerreichbar aufbewahrt? (Auch wenn ihre Kinder nun nicht gerade Nagellackentferner trinken werden, sie können sich damit schwere Verätzungen zuziehen!)

Sind alle Fenster und Außentüren so ausgerüstet, dass auch das agilste Kind sie nicht öffnen kann? Abschließbare Griffe (Oliven) für die Fenster sind eine Lösung, bei Neubauten nur abschließbare Fenster montieren!

Sind an die Wohnungs- bzw. Wohnraumtüren Haken und Türstopper montiert? Türhaken verhindern ein unkontrolliertes Schließen, da sie beim Öffnen einrasten. Sie sollten in etwa 1,80 m Höhe an die Wand angebracht werden und verhindern böse Quetschungen.

Wurden alle bedenklichen Kanten im ganzen Wohnbereich entschärft? Für Mobiliar gibt es aufklebbare Rundkappen, im Handel sind Abdeckungen für "scharfe" Treppenkanten erhältlich.

Stehen auf dem Balkon Stühle, Bierkästen oder Blumenkübel? Ist das Balkongeländer ohne Sicherheitsgitter? Die kletterfreudigen Kleinen brauchen nur wenige Sekunden, um solche Hindernisse zu überwinden. Beaufsichtigen Sie Ihre Kinder immer, wenn sie auf dem Balkon spielen.

Können Ihre Kinder an Waschmaschine und Trockner gelangen? Die Trommel einer Waschmaschine oder eines Trockners ist für Kinder nichts anderes als eine Höhle, in der man sich verstecken kann. Und an Schaltern spielt jedes Kind gerne - die Folgen können katastrophal sein.

Brennt der offene Kamin unbeaufsichtigt, während Kinder in der Nähe sind? Steht die eiserne Kamingarnitur immer noch daneben?

Sind Kinder mit brennenden Kerzen allein im Zimmer?

Sind Plastiktüten, Scheren, Schrauben, Nägel, Werkzeuge, Nähzeug, Stricknadeln, Feuerzeuge und Streichhölzer sicher aufgehoben?

Wurden an allen Glastüren Aufkleber in Augenhöhe der Kinder angebracht?

Haben Sie irgendwo im Haus - insbesondere im Kinderzimmer - Ventilatoren in Betrieb, an die Kinder mit ihren Fingerchen gelangen könnten?

Sind Zimmerpflanzen mit Insektiziden besprüht oder das Gießkannenwasser - in Reichweite der Kinder - mit Düngemittel versetzt worden?

Gefahrenquelle Küche:

Ist der Herd mit einem Schutzgitter ausgestattet? Bedenken Sie, dass Verbrühungen mit heißem Wasser oder Öl entsetzliche Wunden und lebenslange Narben hinterlassen! Denken Sie bitte daran, zum Kochen möglichst nicht die vorderen Kochplatten zu benutzen, sondern nur die hinteren!

Steht der Wasserkocher in Reichweite eines Kindes, hängt gar die elektrische Zuleitung vom Tisch herab?

Sind alle Schalter mit Kindersicherungen versehen?

Sind Spül- und Reinigungsmittel kindersicher aufbewahrt? Mit Reinigern für Herdplatten usw. können sich Kinder verätzen und vergiften!

Sind die Schubladen, insbesondere Besteckschubladen, vor dem Zugriff von Kindern gesichert? Im Handel gibt es für wenig Geld Sicherheitshaken, die ein Aufsperren von Schranktüren und ein Herausziehen von Schubladen für Kleinkinder unmöglich machen!

Haben Sie Stühle, Tritthocker und dergleichen aus der Küche entfernt? Kleinkinder klettern gern - u.U. über den Stuhl auf die Küchenarbeitsplatte und von dort auf die Herdplatte!

Haben Sie die Bedienungsschalter Ihres Herdes gesichert? Leider ist eine solche Sicherung nicht bei allen Herden möglich. Kinder spielen aber gern an Knöpfen und schalten den Ofen ein, wenn's keiner bemerkt. Es braucht nur auf dem Herd ein Topf mit Fett zu stehen - und schon brennt die Dunstabzugshaube und dann die ganze Küche!

Haben Sie Sicherheitsriegel an Kühl- und Gefrierschrank? Alkohol im Kühlschrank, eine Kühltruhe zum Verstecken oder auch "nur" eine kleine Hand auf Eis (erhebliche Brandwunden!) - hier lauern einige Gefahren.

Können Ihre Kinder die Geschirrspülmaschine öffnen - und ev. in die senkrecht eingeordneten Küchenmesser greifen? Manche Küchenmesser sind scharf wie Skalpelle!

Gefahrenquelle Badezimmer:

Haben Sie rutschfeste Matten in Badewanne bzw. Dusche und auf dem Fliesenboden wirklich rutschfeste Badematten? Die bösesten Verletzungen im Bad ereignen sich durch Ausrutschen und Aufschlagen an den harten Kanten von WC-Schüssel, Badewanne usw.

Werden alle elektrischen Geräte gut verschlossen oder nicht in der Nähe von Wasser aufbewahrt? Der eingeschaltete Fön oder Lockenstab, der ins Badewasser fällt, löst bekanntermaßen tödliche Stromstöße aus - dennoch wird insbesondere mit elektrischen Geräten im Badezimmer leichtsinnig umgegangen.

Fehlt der Schlüssel an der Badtür? Der Schlüssel ist von innen schnell im Schloß gedreht. Bis Sie wieder Zugang zum Badezimmer haben, kann einiges passieren. Unser Tipp: Hängen Sie den Schlüssel von innen an einen Selbstklebehaken, den Sie in 2 m Höhe an der Zarge befestigt haben.

Sind auch Scheren, Feilen und Chemikalien weggeschlossen? Es gibt abschließbare (Spiegel) schränke für Badezimmer. Regalablagen können auch so hoch angebracht werden, dass sie für Kinder unerreichbar sind.

Gefahrenquelle Wohnzimmer:

Ist die Haus- oder Schrankbar mit Türsperren gesichert?

Stehen Porzellan- oder Glasdekoraktionen für die Kinder in erreichbarer Nähe? Nicht nur, dass das gute Erbstück zerspringen könnte, hier drohen auch Schnittverletzungen.

Haben Sie gar einen scharfkantigen Glas- oder Marmor-Couchtisch im Wohnzimmer? Krabbelkinder können sich an den niedrigen Couchtischen böse verletzen!

Haben Sie alle Steckdosen, insbesondere Boden-Steckdosen für die Stehlampe, mit Schutzkappen gesichert?

Gefahrenquelle Kinderzimmer:

Sind die Regale durch Dübel, Schrauben und Metallwinkel an der Wand befestigt? Kinder klettern auch auf Regale, die leicht umstürzen können.

Haben Sie schon einmal einen Belastungstest in einem Etagenbett gemacht? Unser Hinweis: Ein gutes Kinder-Etagenbett muss auf jeder Etage das Gewicht eines 100 kg schweren Erwachsenen tragen können, ohne dass der Sprungrahmen aus der Verschraubung bricht!

Sind Zusatzheizungen, Ventilatoren und andere Geräte in sicherer Entfernung vom Babybettchen installiert?

Haben Sie Dämmerlichter im Zimmer angebracht, damit sich Ihre Kleinen, wenn sie nachts aufwachen und aufs Töpfchen müssen, zurechtfinden?

Gefahrenquelle Garage:

Ist die Garagentür immer gut verschlossen? Hier lagern sicherlich einige gefährliche Objekte wie gefüllte Benzinkanister (obwohl man diese nicht In Garagen lagern darf) oder auch Werkzeug. Außerdem krabbeln Kinder möglicherweise beim Versteckspiel unter oder hinter das Auto, was schon zu entsetzlichen Tragödien geführt hat!

Gefahrenquelle Keller:

Ist Papis Hobbyraum wirklich gut und immer verschlossen?

Ist die Tür zum Heizungsraum gut und immer verschlossen?

Ist die Tür zum Saunaraum gut und immer verschlossen?

Ist der Hausarbeitsraum oder die Waschküche gut und immer verschlossen?

Ist die Tür zum Weinkeller oder zum Raum mit der Wasseraufbereitungsanlage gut und immer verschlossen?

Unser Tipp (siehe auch unter "Badezimmer"): Selbstklebehaken in 2 m Höhe an der Türzarge befestigen, Schlüssel dranhängen!

Gefahrenquelle Garten:

Liegen oder hängen im Garten Stricke (z.B. sogenannte Baumanbinder) herum? Kinder spielen TV-Szenen nach und können sich im Spiel mit einem Strick erhängen!

Ist die Regentonne mit einem Deckel fest verschlossen? Kinder sind neugierig - sie stemmen sich hoch, rutschen in die Tonne und ertrinken elendiglich!

Ist der Gartenteich gesichert? Auch bei einem Wasserspiegel von 20 cm können Kleinkinder ertrinken! Im Handel werden inzwischen Abdeckvorrichtungen verkauft, zum Beispiel Netze, die verspannt werden. Wir sind nicht sicher, ob Kinder nicht doch drunterkriechen und dann erst recht ertrinken können. Deshalb: Lieber für 4 oder 5 Jahre den Teich trockenlegen oder vom Schlosser eine Abdeckung aus Baustahlmatten schweißen lassen!

Haben Sie einen Gartenpool und können sie diesen so abdecken, dass Kleinkinder nicht hineinfallen können? Wasser zieht Kinder magisch an. Und 20 cm Wasserhöhe in einem Planschbecken können für ein Krabbelkind schon 20 cm zu viel sein.

Sind die Spielgeräte sicher? Prüfen Sie die Rutsche auf splitterige oder angerostete Stellen. Ragen Betonsockel aus dem Boden, so decken Sie diese mit Gummimatten oder Grassoden (Fertigrasen) ab!

Sind alle gefährlichen Geräte und Werkzeuge (Gartenscheren usw.) und alle Dünge- und vor allem Pflanzenschutzmittel unter Verschluß?

Stehen oder liegen im Garten Leitern herum?

Haben Sie Holzstapel wirklich so gesichert, dass Kinder keine Scheite herausziehen und den ganzen Stapel zum Einsturz bringen können? Vorbildliche Lösung siehe Foto - das Kaminholz ist in einem massiven Regal gestapelt, das seinerseits an eine Wand gedübelt ist.

Haben Sie vorstehende Äste und Zweige bis 20 cm über Kopfhöhe Ihrer Kinder abgeschnitten? Kinder spielen Fangen im Garten und überlegen nicht, dass sich hinter grünen Büschen auch vorstehende Äste befinden können - Augenverletzungen drohen!

Sind hochgiftige Pflanzen in Ihrem Garten? Einige Pflanzen sind gefährlich - viele sogar lebensgefährlich. Dies zu beschreiben, ist an dieser Stelle nicht möglich. Wir raten jedoch, im Buchhandel entsprechende Bücher zu kaufen (um die 20,- €), in denen sich auch Fotos der giftigen Pflanzen befinden.

Können sich Ihre oder andere Kinder an einem Zaun verletzen, unter einem Zaun durchkrabbeln oder zwischen Zaunstäben durchschlüpfen? Die Füße von Kleinkindern passen "wunderbar" zwischen die Vierecke eines üblichen Zaungeflechts. Kinder klettern hoch - und verletzen sich womöglich an einem Stacheldraht. Es wäre nicht das erstemal, dass Kinder ihre Köpfchen zwischen Gitterstäben durchzwängen.

Sicherheitsvorschriften, wenn Kinder Drachen steigen lassen

Bei uns erfahren Sie nicht nur, wie man einen lustigen, bunten Drachen baut, sondern auch, welche Sicherheitsvorschriften zu beachten sind. Das können wir aber nicht in Form einer Checkliste vermitteln.

Schlußbemerkung und Bitte um Mitarbeit:

Nun haben Sie, liebe Eltern, einen langen Text durchgelesen und hoffentlich auch einige Anregungen erhalten. Ihnen und uns liegt die Gesundheit der Kinder am Herzen - und deshalb bitten wir sie auch um Mitarbeit!

Wenn Sie eine Gefahrenquelle kennen, die wir noch nicht berücksichtigt haben, so können Sie uns das mitteilen, wenn Sie hier klicken. Herzlichen Dank!

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