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Die historische Kaffeemühle von Wolgast auf Usedom

Fachwerkhaus in wolgast

Im äußersten Nordosten Deutschlands liegt das kleine Städtchen Wolgast am Westufer des Peenestroms, der die Insel Usedom vom Festland trennt. Einst gab es dort sogar ein Schloss, das zu den bedeutendsten norddeutschen Renaissancebauten zählte. Davon ist schon lange nichts mehr zu sehen. Doch jeder kann sich im Museum „Kaffeemühle“ darüber informieren. Dort gibt es keinen Kaffee zu trinken, wie der Namen vermuten lassen könnte. Jeder, der sich das Gebäude aber einmal genauer ansieht, dem bleibt nicht verborgen, dass die holländische Dachkonstruktion sehr an eine Kaffeemühle erinnert. Nur die Kurbel fehlt.

Fachwerkhaus in wolgast

Das Museum Wolgast erzählt nicht nur über die Stadtgeschichte, es stellt selbst Geschichte dar. Im 17. Jahrhundert wurde das auffällige Fachwerkhaus als Kornspeicher errichtet und ist damit eines der ältesten Gebäude der Stadt. Es hat noch das imposante Schloss miterlebt, von dem 1820 die letzten Reste verschwanden. Zusammen mit vier weiteren Gebäuden blieb die Kaffeemühle 1713 vom großen Stadtbrand verschont. So kann sich heute jeder nach einigen Rekonstruktionen an der Schönheit des Gebäudes erfreuen. Wie bereits erwähnt, wurde das Gebäude anfangs als Speicher benutzt. Nach dem großen Brand zog dann aber die Besitzerfamilie in das Haus ein. Aus dieser Zeit stammen auch Malereien an den Deckenbalken der unteren Etage sowie eine Küche im ersten Stockwerk.

Fachwerkhaus in wolgast

Lange Zeit konnten die Bürger und Gäste Wolgasts im Gasthaus „Zur Goldenen Trauben“ schlemmen und trinken. Erst 1955 wurde aus der „Kaffeemühle“ das Heimatmuseum. Mehr als 1000 Jahre Wolgaster Heimatgeschichte lassen sich heute dort durchstreifen. Und so klein die Stadt auch ist, so umfangreich ist die Geschichte. Es gab in Wolgast einen slawischen Tempel des Gerovit und die Stadt war pommersche Herzogresidenz. In den Werften der Stadt wurden Schiffe gebaut, die das Korn über die Meere schifften. Und auch das Gold der Ostsee – der Bernstein – darf in einem solchen Museum natürlich nicht fehlen. Unterm Dach schließlich wurde eine Handwerkerstraße mit Frisörzimmer, Schusterstube, Druckerei, Apotheke, Knüpfstube usw. eingerichtet. Hier lässt sich hautnah erleben, wie die Menschen in Pommern früher arbeiteten und lebten.

Fotos: Museen der Stadt Wolgast

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