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Marmor und Naturstein pflegen

Dass architektonische Zeugen aus Naturstein alle anderen Materialien über Jahrtausende überlebten, zeugt zweifellos von seiner Zeitlosigkeit, sowohl im Verschleiß als auch in seiner Ästhetik.

Da der moderne Mensch in jüngster Zeit aber allerlei Nützliches und Unnützliches erfunden hat, unter anderem auch 1000 todsichere Mittel, seine Umwelt zu zerstören, haben wir folgend die wichtigsten Maßnahmen zur Pflege von Natursteinen aufgelistet:

Sand und Schmutz:

Besonders wichtig während der Bauphase: Sand und grober Dreck wirkt unter Ihren Schuhen wie ein Mühlstein. Deshalb: Wo man läuft, öfters zusammenkehren! Sand unter einer "starren" Abdeckung (Schaltafel) ist viel schlimmer als gar keine Abdeckung. Luftdurchlässige Teppiche dagegen sind sinnvoll. 99% aller Kratzer und abgebrochenen Ecken entstehen nach der Verlegung bis nach dem Einzug.

Nässe und Feuchtigkeit:

Diese haben keinerlei Auswirkungen auf Ihren Naturstein. Aber Nässe zieht Schmutz (Staub) an und hinterläßt vor allem beim wiederholten Auftrocknen Kalkrückstände. Vor allem im Außenbereich fördert ständige Feuchtigkeit die Bildung von Moosen und Algen.

Austrocknung:

Die Eignung der Verlegematerialien muss nicht nur in Abhängigkeit vom Naturstein gesehen werden, sondern auch von den direkten Örtlichkeiten und Umständen. Die klassischen Dickbettmörtel und auch rein zementäre Dünnbettmörtel können bei Dampfbelastung zu Ausblühungen auch noch nach Jahren führen.

Für den ausgesuchten Naturstein sollte mit den entsprechenden Beratungsdiensten der Mörtelhersteller die optimale Lösung herausgearbeitet werden. Eine verbindliche Verlegeanleitung mit der alternativen Abdichtung ist rechtlich sicherer als die Auskunft eines Verlegers. Den Boden sollten Sie keinesfalls längere Zeit luftundurchlässig abdecken. Da Sie Stein pur erhalten (ohne Glasur etc.), sind einige Materialien in feuchtem Zustand wesentlich dunkler als in trockenem. Erschrecken Sie nicht, wenn Ihr ausgesuchtes Material Ihnen frisch verlegt dunkler erscheint als angenommen. Prüfen sie die Farbe anhand einer unverlegten, trockenen Platte. Gegen Ende der Austrocknungszeit (bis ca. 8. Wochen) kann Ihr Boden fleckig erscheinen, da manche Teile schon trocken, aber andere noch etwas feucht sind. Während dieser Zeit kann der Belag mit geeigneten Wischwasserzusätzen, wie z.B. Glastilan, gereinigt werden. Hartnäckiger Schmutz kann im Bedarfsfall mit Mitteln wie beispielsweise Lithofix Wexa Grundreiniger angegangen werden.

Pflege und Reinigungsmittel:

Es muss zwischen Pflege- und Reinigungsmitteln unterschieden werden. Ein Pflegemittel bildet Schichten oder dringt in den Stein ein, während ein Reinigungsmittel den Stein lediglich reinigt. Bei Pflegemitteln ist es ratsam, sich die Hilfe eines Fachmanns zu sichern. Zu unterschiedlich sind die verschiedenen Gesteinsarten und zu unterschiedlich ist somit auch die Pflege.

Bei der Reinigung unterscheidet man zwischen der Unterhaltsreinigung und der Grundreinigung. Unterhaltsreinigung ist eine sich wiederholende Reinigung in festgelegten Zeitabständen. Grundreinigung ist die vollständige Entfernung aller alten Pflegefilme und Verschmutzungen.

Für die Unterhaltsreinigung wird ein Neutralreiniger verwendet. Bei der Dosierung der Pflegemittel sollte man auch die Wasserhärte mit berücksichtigen, um Schlierenbildung zu vermeiden. Bei geringer Belastung des Belags ist auch die Reinigung mit Alkohol und einem Microfasermob möglich. Für die Grundreinigung ist es sehr wichtig, dass das verwendete Mittel einen PH-Wert unter 10,5 - 11 besitzt. Das Produkt nach Anleitung anmischen, einweichen lassen und dann mit einer weichen Bürste und Druckwasser den Boden bearbeiten. Zum Abschluß zweimal mit klarem Wasser nachspülen.

Imprägnierungen:

Imprägnierer sollen den Naturstein vor Flecken schützen. Bei saugfähigen Materialien kann eine Imprägnierung für eine gewisse Zeit vor Außeneinwirkung schützen, z. B. Wasser an den Duschwänden oder auf einem Waschtisch. Aber die im Bad benutzten Tenside können die Wirkung bis auf null herabsetzen. Imprägnierer schützen nicht vor Säurefraß bei Marmoren oder Kalksteinen. Oberflächliche Mineralumwandlungen durch Badchemikalien können sie auch nicht verhindern. Fragen Sie bei den technischen Benutzungsdiensten der Hersteller solcher Mittel, welche Anwendungen für Sie sinnvoll sind.

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